Werkzeuge, die Umweltaussagen automatisch aufspüren, gibt es inzwischen viele. Sie zeigen,
wo etwas steht. Wir setzen an anderer Stelle an: bei der rechtlichen Einordnung. Die acht
Fragen sind dafür der Einstieg – sie zeigen in wenigen Minuten, wo es kritisch werden kann.
Was darauf folgt, ist die konkrete Prüfung Ihrer Werbung.
PrüfpunktEine automatische Prüfung erkenntÜber die Zulässigkeit entscheidet
Nachhaltigkeitssiegel
welche Siegel und Label wo verwendet werden
ob hinter dem Siegel ein Zertifizierungssystem mit unabhängiger Überwachung steht – und ob es die konkrete Aussage überhaupt deckt
Allgemeine Umweltaussagen
dass Begriffe wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ verwendet werden
ob für die behauptete Umweltleistung ein anerkannter Nachweis vorliegt und ob die Angabe hinreichend spezifiziert ist
Produktbezug
dass der Bezugspunkt der Aussage unklar bleibt
worauf sich die Aussage tatsächlich bezieht – Produkt, Verpackung oder Bestandteil – und wie der Verbraucher das versteht
Unternehmensaussagen
dass mit Aussagen über das Unternehmen geworben wird
ob die Tatsachengrundlage den gesamten Betrieb trägt oder nur einen Teilbereich abbildet
Klimaaussagen
dass mit Klimaneutralität oder CO₂-Ausgleich geworben wird
Berechnungsmethode, Systemgrenze, Bezugszeitraum und der Anteil, der auf Kompensation statt auf Reduktion beruht
Klimaziele
dass zukunftsbezogene Ziele kommuniziert werden
ob ein verbindlicher Umsetzungsplan mit messbaren Zwischenzielen und externer Begutachtung existiert
Marken, Namen, Zeichen
dass ein Name oder Zeichen verwendet wird
Registerlage, Schutzumfang, ältere Rechte Dritter und ob die tatsächliche Verwendung noch vom Schutz gedeckt ist
Nachweise
an welchen Stellen ein Beleg erforderlich wird
ob die vorhandenen Belege tragen: Vergleichsbasis, Aktualität, Datenqualität, Freigabeprozess und Dokumentation für den Streitfall